Bernburger Spielmannszug verwirklicht seinen amerikanischen Traum

19. September 2017

Mit großartigen Eindrücken und unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck sind die Bernburger Spielleute in der vergangenen Woche von ihrer fünftägigen Reise aus New York City zurückgekehrt. Anlass des Trips nach Übersee war die Teilnahme an der 60. German-American-Steubenparade, welche jährlich am dritten Septemberwochenende in der Fifth Avenue im New Yorker Stadtteil Manhattan zu Ehren des Generals Friedrich Wilhelm von Steuben stattfindet und einen wichtigen Beitrag zur Festigung der deutsch-amerikanischen Beziehungen leistet. Bereits längere Zeit träumten die Bernburger davon, einmal bei dieser legendären Parade mitzumarschieren. In diesem Jahr war es dann endlich soweit – Zu ihrem 115. Vereinsjubiläum setzten die Spielleute ihr Vorhaben in die Tat um und reisten mit 43 Musikern und Begleitpersonen in die Metropole an der Ostküste der USA, um ihre Stadt sowie das Bundesland Sachsen-Anhalt zu repräsentieren.

Neben fünfundzwanzig Musik-, Karnevals-, Trachten und Schützenvereinen aus Deutschland und Österreich nahmen auch zahlreiche amerikanische Gruppierungen und Marching Bands an der rund dreistündigen Parade entlang des Central Parks teil. Angeführt wurde der Paradenzug von den sogenannten Grand Marchals sowie verschiedenen Ehrengästen, Regierungsvertretern und Repräsentanten der Stadt New York. Als Vertreter der Heimat General Steubens, welcher gebürtiger Magdeburger war und als preußischer Offizier die amerikanische Kontinentalarmee im Unabhängigkeitskrieg neu strukturierte, wurden die Bernburger besonders herzlich von den New Yorkern und dem Veranstaltungskomitee begrüßt.

Im Rahmen der Parade musizierte der Verein am Vortag auch während des Bürgermeisterempfangs am Foley Square sowie vor der gigantischen Skyline Manhattans am Fuße der Brooklyn Bridge. Während eines umfassenden Freizeitprogramms unternahmen die Spielleute bei hochsommerlichen Temperaturen zudem eine halbtägige Stadtrundfahrt und besuchten die Statue of Liberty, das 9/11 Memorial sowie die Aussichtplattform des neuen World Trade Centers „One World Observatory“. Während der Abendstunden stürzten sich die Musiker schließlich in das knallbunte Treiben des weltberühmten Times Square und erblickten die tausenden Lichter der Stadt von der Staten-Island-Fähre aus sowie von der Freiluftterrasse „Top of the Rock“ des Rockefeller Centers.

In wenigen Tagen erlebten die Spielleute gemeinsam eine Vielzahl an Höhepunkten im „Big Apple“, sodass diese Reise wohl noch sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben wird und die generationsübergreifenden Freundschaften zwischen den Musikern weiter gestärkt hat. Die fast dreijährige Vorbereitungsphase hat sich somit nicht nur für „100 Stunden Amerika“ vor Ort, sondern auch für die Fortsetzung und Intensivierung einer erfolgreichen Vereinsarbeit mit immer wieder neuen und herausfordernden Zielen vollends gelohnt. Bedanken möchte sich der Verein bei den zahlreichen Sponsoren und Privatspendern, welche durch ihre großartige Unterstützung, die Durchführbarkeit eines solch umfangreichen Reiseprojektes ermöglicht haben.

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